Spreepark Plänterwald

Spreeparktour 2012

Titel: Der Geisterpark im Plänterwald

Spreepark Plänterwald, der ehemals größte und beliebteste Kulturpark der DDR

Der seit Jahren schon geschlossene DDR Kulturpark, hat sich in den letzten Jahren, mit dem inzwischen natürlich gewachsenen Dornröschen Flair zum verwunschenen Märchenort gewandelt, zum Biotop zur gefragtesten Film- und Fotokulisse und zur Adresse für eine der bizarrsten Führungen die man in Berlin zur Zeit erleben kann und die nicht nur für Fotobegeisterte fast schon ein Muß ist.

            

Kurze Geschichts-Info

OST-RUMMEL

Traditionelle Karussells und Kirmesbuden prägten über 20 Jahre lang den Kulturpark Plänterwald, mit circa 1,7 Millionen Besuchern und etwa 200 Open-Air Veranstaltungen pro Jahr, wurde er für unschlagbare 50 - Ostpfennige Eintrittsgeld zum größten und beliebtesten Kulturpark der gesamten DDR.

Als "Kulturpark Plänterwald" im Jahr 1969 in Treptow eröffnet, war der heutige Spreepark hier der einzige ständige Vergnügungspark der DDR und nach der Wende auch von ganz Berlin.

            

WEST-PLEITE

1991 privatisierte der Berliner-Senat den Kulturpark und die "Spreepark Berlin GmbH« des Schaustellers Norbert Witte, erhielt somit einen sogenannten Erbbaupachtvertrag.

Sofort baute Norbert Witte, der übrigens in den 80zigern in Hamburg als Schausteller zum Betreiben von Fahrgeschäften ein gerichtliches Berufsverbot bekam, den Park zum modernen Rummel aus.

Ab 1999 stiegen die Schulden

            

2001 wurde ein Insolvenzverfahren eröffnet, welches zu keiner Sanierung führte. 2002 reiste Witte mit sechs verschifften Fahrgeschäften heimlich bei Nacht und Nebel im Morgengrauen nach Lima in Peru ab, um dort einen Luna Park auf zubauen.
Das scheiterte ebenfalls und Witte verstrickte sich in Drogengeschäfte: Im Mast seines Fahrgeschäfts, dem fliegendem Teppich, wollte er 186 kg Kokain nach Berlin schmuggeln.
Er wurde erwischt und hier in Berlin zu 6 Jahren Haft verurteilt, nach 4 Jahren wegen guter Führung vorzeitig entlassen, lebt Norbert Witte heute wieder in seinem Wohnwagen im Spreepark.
Sein am Drogenschmuggel beteiligter, in Peru gebliebener Sohn erhielt dort 20 Jahre Zuchthaus.

            

Ab 2001 völliger Stillstand im Spreepark.

Seit der traditionsreiche "Freizeit und Familienpark" im Herbst 2001 wegen Zahlungsunfähigkeit seine Tore schloss, ist mit Nichtstun das Gelände des ehemaligen Vergnügungsparks im Plänterwald durch die Natur wieder zur Attraktion geworden

Hinter den verrosteten Zäunen des 30 Hektar großen Areals, herrscht nahezu vollkommene Stille, nur das Tuten der Spreedampfer ertönt.

Den Dokumentarfilmer Peter Dörfler reizte die Story, er machte daraus den Dokumentarfilm „Achterbahn“ und weil sein Streifen 2010 in den Kinos lief, ist das Interesse am Spreepark wieder mächtig gewaltig gewachsen, für jenen Ort an dem Zeit und Karussells einfach stehen geblieben sind.

Der einstige Rummel hat sich heute mit einem ganz eigenen Dornröschen Flair zum verwunschenen Märchenort gewandelt, zum Biotop, zur gefragtesten Film- und Fotokulisse und zur Adresse für eine der bizarrsten Führungen, die man zur Zeit in Berlin erleben kann.

            

Start: am Besuchereingang vor dem Spreepark, Wasserweg - 12435 Berlin-Treptow.

Termine: Bedingung: Gruppen ab 10 Teilnehmer Termine können bis 2 Tage vorher noch individuell gestaltet werden

Dauer: etwa 2 - 2,5 Std.

Ticketpreis: 15,- €

ACHTUNG: Anmeldung erforderlich

einfach Mail unter Anfrage, mit Tour-Titel, Datum und Teilnehmerzahl senden oder Mobil unter 016 36 30 30 26

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individuelle Termin-Absprachen möglich